Azubis zeitgemäß begleiten!

Von Tobias Lohmann. Die Gestaltung der Ausbildung in den Betrieben ist eine enorme
Aufgabe: wie können Ausbilderinnen und
Ausbilder den neuen und sich verändernden
Berufsbildern gerecht werden? Wie müssen sie den betrieblichen Teil gestalten, damit junge Menschen motiviert bleiben und erfolgreich lernen?

Unsere Fachkräfte von morgen benötigen zwar Struktur, aber keine veralteten Vorschriften. Sie brauchen Raum für eigene Erkenntnisse und Lernerfahrungen – auch aus Fehlern. Und bei der Wahl ihrer Lernmedien sollte den Auszubildenden etwas zugetraut werden. Ein moderner Ausbilder gibt Lernmedien nicht vor, ist aber jederzeit in der Lage, die Azubis in ihren Lernprozessen auch in digitalen Medien zu begleiten. Jede selbstständige Form der Wissensaneignung ist unterstützenswert – auch, wenn dabei zum Beispiel ein YouTube-Video
hilft. Das stärkt nicht nur die Fachkenntnis, es befördert auch die Lernkompetenz. Digitale
Lernformen gehören für die jungen Menschen zu einer attraktiven Ausbildungsgestaltung genauso wie die Einbindung in die Wahl der Lernmedien – und mit regelmäßigem Feedback
beim individuellen Lernen bildet dies die Basis für Lernerfolg und Freude am Lernen.

 

Für Ausbilder, die sich für die moderne Gestaltung von Ausbildungsprozessen interessieren,
haben das BNW und das Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. (IW), das „Netzwerk Q 4.0“ ins Leben gerufen. Hier werden fachliche und methodisch-didaktische Weiterbildungen für das Ausbildungspersonal entwickelt und angeboten. Am Donnerstag, 10. Dezember, wird das Netzwerk in einer Videokonferenz vorgestellt, eine kostenlose Anmeldung für das „Q-Event Ausbilden im digitalen Wandel“ ist online möglich.

Unser Experte:

Tobias Lohmann ist Sprecher der Geschäftsführung der Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft gemeinnützige GmbH (BNW) und Experte für berufliche Weiterbildung.