Gastgeber Prof. Dr. Volker Römermann hatte die Diskussions- und Netzwerkveranstaltung im „180grad“ seiner Kanzlei zuvor mit einem Plädoyer für weitere Deregulierung und mehr Pragmatismus eröffnet.
Ohne die Situation schön zu reden, versuchte sich Niedersachsens Wirtschafts- und Bauminister Grant Hendrik Tonne (SPD) mit einem hoffnungsvollen Blick: „Wir brauchen mehr bezahlbaren Wohnraum – und wir müssen schneller dahin kommen. Niedersachsen zeigt, dass das geht. Wir haben Regeln vereinfacht, Verfahren digitalisiert und Spielräume geschaffen. Jetzt geht es darum, diese Möglichkeiten auch zu nutzen“, erklärte Tonne, neben Ministerpräsident Olaf Lies auch Schirmherr der Veranstaltungsreihe. Nach der Novellierung der Niedersächsischen Bauordnung 2024 und 2025 und weiteren Erleichterungen scheiterten heute die wenigsten Wohnungsbauprojekte an bürokratischen Hürden, so Tonne. Eine Einschätzung, die von den meisten Forum-Teilnehmern geteilt wurde. „Die Bauordnung in Niedersachsen ist mittlerweile die modernste in Deutschland“, lobte etwa Prof. Tatjana Sabljo, Landesvorsitzende des BDA Niedersachsen.
Nicht immer sei es der Gesetzgeber, der die Baukosten durch zu hohe Anforderungen nach oben treibe. Beispielhaft nannte die Inhaberin der Hannoveraner Sabjlo ArchitektInnen BDA das reflexhafte Einfordern von DIN-Normen oder „Gold-Standards“ durch Bauherren, Planer oder Architekten. Auch David Jacob Huber, Geschäftsführer des BFW Niedersachsen/Bremen, bescheinigte der niedersächsischen Politik eine Vorreiterrolle. Zugleich mahnte er auch weitere Verbesserungen auf Bundesebene an, damit der geplante „Bauturbo“ wirklich zünde. [ ...] ➡ zum vollständigen Artikel. Eine inhaltliche Zusammenfassung der Veranstaltung ist auf der Landingpage WirtschaftsDienst Forum nachzulesen. Foto: WirtschaftsDienst
